RAPHAELA PICHLER

Künstlerin & Creative Consultant

"Challenging questions about value."

„Fotografie ist meine Leidenschaft, meine Währung der Kreativität“. Raphaela Pichler, erzählt MOVES etwas mehr über Ihr Herzensprojekt, das Currency Magazine. Die Schweizer Fotografin gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen ihrer Self-Portrait Serie. Das Leben sieht sie als Antriebskraft, Motor Ihrer Kreativität und spricht über die Herausforderungen der Branche, ihren Weg und ihre persönliche Entwicklung in einem solch kreativen Umfeld.
Eine große Inspiration für MOVES, Willkommen Raphaela!

HER WAY

Raphaela, erzähl uns etwas mehr über Dich und Deinen Weg zur Fotografie

Raphaela Pichler: Bereits mit 14 Jahren war mir klar, dass ich meine Leidenschaft – die Fotografie – zu meinem Beruf machen möchte. Damals habe ich mir die Kamera von meinem Vater geliehen und erste Schwarz Weiß Aufnahmen fotografiert. Ich war noch zu jung um eine professionelle Ausbildung in diesem Bereich zu absolvieren, deshalb habe ich um etwas Zeit zu überbrücken in einem Fachgeschäft für Fotografie gearbeitet und mich mit der Materie noch weiter auseinandergesetzt. Von Labor über erste Fotografien habe ich erste Erfahrungen gesammelt. Aber unter uns – eigentlich habe ich nur auf den Tag gewartet, dass ich alt genug bin um mich für die professionelle Fotografie Ausbildung bewerben zu können. Das war mein Fokus. Nun bin ich seit über 20 Jahren in der Branche tätig und möchte keine Erfahrung missen.

Was ist Deine Inspiration für Deine Fotografie? Auf was fokussierst Du Dich? Mode, Beauty?

Raphaela Pichler: Grundsätzlich inspiriert mich das Leben selbst. Persönlichkeit die ihre Geschichte mit der Außenwelt teilen, sind Antriebskraft meiner Fotografie.

Fokussierst Du Dich auf einen bestimmten Bereich? Mode? Beauty? Oder bist Du noch breiter aufgestellt?

Raphaela Pichler: Früher war ich das, denke ich. Von klassischen Werbekampagnen, über den Fokus auf Fashion Editorials. Heute konzentriere ich mich auf Portrait-Fotografie und vereinzelte Mode und Schmuck Projekte.

Wie definierst Du Erfolg in Deinem Leben?

Raphaela Pichler: Ich möchte Werte definieren und diese Leben. Meine Vision verfolgen und Aufmerksamkeit auf die Themen legen die mich bewegen und inspirieren. Meine persönliche Entwicklung ist ein konstanter Prozess und dazu ist das Leben da, sich weiter zu entwickeln und vieles von der Welt zu sehen. Erfolg dreht sich für mich um die inneren Werte.

Wie kam es zu Currency Magazine? Was bedeutet es für Dich?

Raphaela Pichler: Currency ist mein größtes Projekt, mein Baby. Resultierend aus dem Wandel und den Schwierigkeiten in der kreativen Branche ist @currencymag entstanden. Es hat sich sehr viel verändert in der Branche und so habe ich auch meine Prioritäten angepasst. Kunden, die das Honorar mit Ware ausgleichen möchten, die Wertschöpfung hat sich einfach sehr stark verändert. Das hat mich sehr traurig gemacht. Auch die Herausforderungen der Selbstständigkeit, für eine finanzielle Stabilität zu sorgen, wurde dadurch nicht leichter.
Obwohl ich eine erfolgreiche Fotografin war, hat mich das miteinander irritiert. Nicht Partnerschaftlich, was mir eigentlich immer sehr wichtig war. Credits die nicht vergeben werden, weitere Wertschätzungen die nicht eingehalten werden bzw. leere Versprechungen, die mich einfach nicht glücklich gemacht haben. Daraus ist Currency entstanden. Die Frage „Was ist Wertschätzung?“ und hat meine Arbeit nur dann einen Wert, wenn mein Name darunter steht? So entstand meine Serie der Selbstportraits. Ich fotografiere mich selbst, Styling, Hair & Make-up, Produktion und Model sind quasi alles meine Credits. Challenging Questions about value – mit meiner Fotografie mache ich genau das. Ich thematisiere aktuelle Themen und im Fokus stehen Werte und ihre Wertschätzung. Mein Kunstprojekt wird wöchentlich veröffentlicht und dreht sich um die neuen Währungen. Es geht um Werte. Ich engagiere mich sehr dafür, es ist meine Leidenschaft. Dieses Projekt zeigt die Freiheit und das einfache Machen ohne von anderen abhängig zu sein.

Wie sieht es hinter den Kulissen von Currency aus? Wie ist der Ablauf? Funktioniert es in einem Run oder gibt es mehrere Testanläufe?

Raphaela Pichler: Ich fotografiere rein mit Tageslicht und mittlerweile habe ich meine Routine. Ich sammle meine Ideen und Persönlichkeiten die mich inspirieren. Jede Woche aufs Neue tauche ich ein in eine Rolle und verkörpere das Thema auch meine eigene Art.

HER SELF

Gab es Rückschläge oder Herausforderungen mit denen Du konfrontiert wurdest?

Raphaela Pichler: Ja viele. Allen voran die Veränderungen der Branche. Die Selbstständigkeit zieht natürlich immer ein gewisses Risiko mit sich. Nichts desto trotz sehe ich jede Hürde als Learning.

Gab es einen Moment wo Du Dir dachtest „hey, das kann funktionieren“?

Raphaela Pichler: Eher ein Prozess und meine persönliche Entwicklung. Meine kreative Auslebung durch Currency inspiriert und bestärkt mich jeden Tag aufs Neue.

Was würdest Du anderen Frauen empfehlen die einen ähnlichen Weg verfolgen?

Raphaela Pichler: Das wichtigste ist, eine Vision zu haben. Wenn Du das weißt, dann ist es einfacher auch in schwierigen Situationen einen klaren Kopf zu behalten. Entscheide nach Deiner Vision. Danach ist es ziemlich einfach ob ja oder nein. Je weiter man sich entwickelt, desto leichter wird es. Die ganzheitliche Vision, wie möchte ich arbeiten und mit wem wird dann um vieles leichter.

Nebst der Fotografie, gibt es noch weitere Leidenschaften die Dir am Herzen liegen?

Raphaela Pichler: Das Leben. Die Fotografie ist ein Kanal für mich um verschiedene Persönlichkeiten kennenzulernen. Ich möchte nicht warten sondern immer einen Schritt weitergehen. Musik ist auch ein täglicher Begleiter.

Was wissen nur wenige Personen über Dich?

Raphaela Pichler: Ich bin eine ziemliche offenen Person und teile gerne alles was mich bewegt mit meinem Umfeld. Ich kann meine Begeisterung daher nur schwer für mich behalten.

Currency

HER STYLE

Wie sieht es bei Dir zu Hause aus?

Raphaela Pichler: Interior und Wohnen ist mir sehr wichtig. Es liegt mir sehr am Herzen ein schönes Zuhause zu haben. Viel Luft und viel Licht gehört für mich dazu. Ich setzte gerne auf Unikate und besondere Stücke, die eine Geschichte erzählen.

Was begleitet Dich durch den Tag im Bezug auf Mode, Beauty und Lifestyle?

Raphaela Pichler: Mode ist immer ein großes Thema in meinem Leben. Das Label „Burning Lights“ von meiner Schwester trage ich sehr gerne. Die perfekten Key-Pieces für everyday.

Welche Kamera verwendest Du am liebsten?

Raphaela Pichler: Am liebsten Fotografiere ich mit Canon.

HER MOVES

Wie wichtig ist Reisen für Dich? Wenn ja wie verreist Du am Liebsten?

Raphaela Pichler: Ich möchte immer reisen. Es kann mir nie genug sein. Ich steige gerne in ein Auto und erkunde die Natur. Seit drei Jahren reise ich gerne in die Provence und lasse mich treiben. Wenn ich in ein Flugzeug steige dann ist mein präferiertes Reisezielt Kalifornien oder Asien.

Wie stehst Du zu dem Thema Autos? Fährst Du gerne oder lässt Du Dich gerne fahren?

Raphaela Pichler: Seitdem ich damals meinen Führerschein gemacht habe, hatte ich immer ein Auto. Es bedeutet für mich Freiheit. Ich bin in einem kleinen Dorf aufgewachsen und so war für mich das Autofahren quasi die Möglichkeit mehr von der Welt zu sehen. Sie waren keine Schönheit, aber ich habe sie alle geliebt, weil es meine eigenen waren. Dadurch dass ich seit eigenen Jahren in der Innenstadt von Zürich lebe, habe ich mir das Autofahren etwas abgewöhnt und nutze ab und an Carsharing Dienste. Jedoch sind diese hier in der Schweiz noch nicht all zu ausgereift. Aber die Grundsatzidee finde ich super!

Wie bewegst Du Dich am liebsten von A nach B?

Raphaela Pichler: In Zürich am liebsten mit dem Fahrrad.

Dein Traumauto? & Warum?

Raphaela Pichler: Ich habe viele Traumautos. Die meisten meiner Traumautos haben Jahrgänge - zwischen 1979 und 1989. Alles was eine Geschichte erzählen kann.

THANK YOU RAPHAELA

Credit: Raphaela Pichler

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